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Ein neuer Politikansatz: Makroregionale Strategien im Portrait

Die makroregionalen Strategien wurden als Koordinations- und Kooperationsrahmen für ausgewählte geografische Gebiete in Europa ins Leben gerufen: Indem sie relevante Akteure vernetzen und Initiativen in Bereichen wie Innovation, Verkehr oder Umwelt aufeinander abstimmen, tragen sie dazu bei, dass gemeinsamen Herausforderungen auch gemeinsam begegnet werden kann. Wir stellen Ihnen die vier makroregionalen Strategien vor und zeigen, welchen Beitrag Interreg V-A Italien-Österreich dazu leistet.

Ein neuer Politikansatz: Makroregionale Strategien

Makroregionale Strategien sind ein neuer Politikansatz auf europäischer Ebene, mit dem die Europäische Union nicht nur auf ihr Gesamtterritorium wirkt, sondern vor allem auf größere staatenübergreifende Teilräume, sogenannte europäische Makroregionen. Konkret geht es dabei um eine bessere Koordinierung der Politik, eine engere Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und eine effizientere Nutzung der zur Verfügung stehenden Finanzierungsquellen. Die Umsetzung dieser Strategien gelingt nur durch eine aktive Beteiligung aller relevanten Akteure nicht nur auf nationaler oder regionaler Ebene, sondern auf makroregionaler Ebene.

Es gibt vier europäische makroregionale Strategien:

Die Ostseestrategie bezieht acht Staaten der Europäischen Union mit ca. 85 Millionen Einwohnern ein. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten wie Norwegen und Russland. Zu den zentralen Anliegen der Strategie gehören die Förderung von Wirtschaft, Innovationen, Umweltschutz (vor allem der Wasserressourcen der Ostsee), Verkehrsverbindungen, Tourismus und Kultur.

Die Donaustrategie umfasst Gebiete von elf Staaten sowohl der EU als auch von Nachbarstaaten mit rund 100 Millionen Einwohnern. Zu den größten Herausforderungen im Aktionsplan gehören die intensivere Nutzung der Donau für Transportzwecke, der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Donaubeckens als ökologischer Korridor, der Schutz vor Hochwasser und Dürre sowie die Verringerung der industriellen Verschmutzung, eine zuverlässige und kosteneffiziente Energieversorgung und höhere Energieeffizienz sowie eine Verringerung der großen sozialen und wirtschaftlichen Disparitäten.

Die Strategie für die Adria und das Ionische Meer bezieht acht Staaten ein, davon die vier Mitgliedstaaten Kroatien, Griechenland, Italien und Slowenien sowie Albanien, Bosnien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien. Die vier Themen der Strategie sind blaues Wachstum, Erreichbarkeit in der Region, Umweltqualität und nachhaltiger Tourismus. 

Die EU-Strategie für den Alpenraum umfasst Regionen in fünf EU-Mitgliedstaaten sowie die Schweiz und Liechtenstein mit rund 70 Mio. Einwohnern. Die Alpenregion ist eine der wirtschaftlich stärksten und produktivsten Regionen in Europa und eine attraktive Tourismusregion für Millionen von Besuchern pro Jahr. Gleichwohl gibt es große Herausforderungen, deren Lösung eine bessere Kooperation zwischen den Regionen und Staaten Europas erfordert und die die Strategie und Aktionsplan aufgreifen: So zielt die Strategie etwa auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und des Zusammenhalts der Alpenregionen, eine nachhaltigere Verkehrsanbindung innerhalb des Alpenraums und mit dem restlichen Europa, die Erhaltung des Umwelterbes der Alpen, eine nachhaltige Nutzung seiner Ressourcen sowie auf die Bewältigung der Veränderungen infolge des Klimawandels.

Das Gebiet des Kooperationsprogramms Interreg V-A Italien-Österreich gehört vollständig zur Gebietskulisse der makroregionalen Strategie des Alpenraumes. Darüber hinaus sind die österreichischen Gebiete Teil der Donauraumstrategie und die italienischen Gebiete Teil der Makroregionalen Strategie des Adriatisch-Ionischen Raumes. Somit agiert das Programm an den Schnittstellen dreier makroregionaler Strategieräume, wobei der Schwerpunkt eindeutig auf die Themen der EUSALP-Strategie gesetzt wird, da der Großteil des Kooperationsgebietes als Berggebiet definiert werden kann. Mit seinen Programmzielen trägt das Programm zur Umsetzung der EUSALP-Strategie bei, indem es

  • mit der Prioritätenachse 1 ein nachhaltiges Wachstum und die Förderung von Vollbeschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unterstützt; 
  • mit der Achse 2 den Umweltschutz, eine nachhaltige Bewirtschaftung von Energie, die Bewahrung der Biodiversität und den Erhalt der Naturräume fördert.

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Das Programm im Überblick

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Programmflyer

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Letzte Aktualisierung: 24.11.2016