Interreg - European Regional Development Fund - European Union

FAQ

[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Sind Prämien, bzw. Leistungsprämien im Rahmen der Personalkosten förderfähig?
Prämien, bzw. Leistungsprämien gelten als förderfähige Kosten, wenn sie auf einer normativen Grundlage basieren und nicht nach freiem Ermessen zugewiesen werden. In der Tat gelten Prämien, bzw. Leistungsprämien als im Vorhinein festgelegte und stabile Elemente, da sie lediglich bei der Bestimmung der genauen Höhe und immer im Rahmen der normativ festgelegten Grenzen variabel sind.
 
Im Falle von öffentlichen Arbeitsverträgen, welche häufig die Auszahlung von Prämien, bzw. Leistungsprämien vorsehen, gelten diese als Arbeitskosten, und zwar sowohl im Falle von Vollzeitanstellungen, als auch im Falle von Teilzeitanstellungen. In diesem letzteren Falle ist die Zuordnung der Prämie zum effektiv für das betreffende Projekt geleisteten Arbeitseinsatz zu berücksichtigen. 
 
Auch im Falle eines privaten Anstellungsverhältnisses müssen die Prämien, bzw. Leistungsprämien an eine normative Grundlage, wie etwa Kollektivverträge, Betriebs- oder Gewerkschaftsvereinbarungen oder Arbeitsverträge gebunden sein und dürfen nicht nach freiem Ermessen festgelegt werden.
Datum: 13.4.2017
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
In welchen Fällen ist es nicht notwendig die Genehmigung der „Kosten außerhalb des Programmgebiets“ bei der Verwaltungsbehörde zu beantragen?

Kosten für Projekttätigkeiten, die außerhalb des Programmgebietes anfallen, müssen entweder im genehmigten Projektantrag stehen oder ausdrücklich von der Verwaltungsbehörde genehmigt werden (siehe Programmspezifische Förderfähigkeitsregeln, Punkt 2.2 B). Solche Kosten außerhalb des Programmgebiets gelten als stillschweigend von der Verwaltungsbehörde genehmigt, falls mindestens zwei der folgenden Elemente zutreffen:

  • Unmittelbare Nähe zum Programmgebiet (bis zu 15 km)
  • Geringfügiger Kostenpunkt (unter 1.000,00 €)
  • Die Projekttätigkeit entfaltet sich am Projektstandort eines Projektpartners außerhalb des Programmgebiets (z.B. Veranstaltung, Tagung, Sitzungen, Besprechungen usw.)

Die auf diese vereinfachte Weise genehmigten Kosten außerhalb des Programmgebiets sind als solche jedenfalls im Monitoringsystem des Programms zu erfassen und somit bei der Abrechnung vom Begünstigten anzugeben.

Für die Definition der „Kosten außerhalb des Programmgebiets“ kann die entsprechende FAQ unter www.interreg.net/faq konsultiert werden: „Welche Reise- und Unterbringungskosten gelten als „Kosten außerhalb des Programmgebiets?“.

Datum: 30.8.2017
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Welche Reise- und Unterbringungskosten gelten als „Kosten außerhalb des Programmgebiets“?
Für Personal von Begünstigten mit Sitz innerhalb des Programmgebiets gelten die Reisekosten (Hin- und Rückreise) zum Ort der außerhalb des Programmgebiets stattfindenden Veranstaltung nicht als „Kosten außerhalb des Programmgebiets“ im Sinne des Art. 20 Abs. 2 Verordnung (EU) 1299/2013 (siehe Art. 5 Abs. 8 del.VO 481/2014). Für dieses Personal gelten lediglich die außerhalb getätigten Unterbringungs- und Verpflegungskosten sowie eventuelle Spesen für lokalen Transport als „Kosten außerhalb des Programmgebiets“, sofern diese Spesen nicht von Tagegeldern gedeckt werden.
Für Personal von Begünstigten mit Sitz außerhalb des Programmgebiets gelten Reise- und Unterbringungskosten hingegen immer als „außerhalb des Programmgebietes“ im Sinne des Art. 20 Abs. 2 Verordnung (EU) 1299/2013, unabhängig davon ob der Ort der Veranstaltung innerhalb oder außerhalb des Programmgebiets liegt (siehe Art. 5 Abs. 7 del.VO 481/2014).
Datum: 8.5.2017
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Was ist hinsichtlich der Beibehaltung der Eigentumsverhältnisse für Infrastrukturinvestitionen / bauliche Maßnahmen (Punkt 3.6 der Förderfähigkeitsregeln des Programms) zu beachten?
Für Projekte, die Infrastrukturmaßnahmen beinhalten, muss die Beibehaltung der Eigentumsverhältnisse 5 Jahren nach der Abschlusszahlung an den Begünstigten unverändert bleiben, falls durch die Änderung einem anderem Subjekt ein ungerechtfertigter Vorteil entsteht (vgl. Art.71 Abs. (1) Buchstabe b VO 1303/2013). Auch der Verwendungszweck (Art, Ziel, Durchführungsbestimmungen des Projektes) muss grundsätzlich erhalten bleiben (vgl. Art.71 Abs. (1) Buchstabe c VO 1303/2013).

Auch wenn aus Sicht des Begünstigten kein Eigentumsverhältnis vorliegt, sondern dieser lediglich über die Verfügbarkeit der Infrastruktur verfügt, wie z.B. im Falle einer Investition in eine Immobilie, die vom Staat an eine Gemeinde mittels Konzession zur Verfügung gestellt worden ist, sind die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen zuschussfähig. Sollten sich während 5 Jahren nach der Abschlusszahlung die Eigentumsverhältnisse ändern (z.B. Abtretung des Eigentums der Immobilie an die Gemeinde), muss gewährleistet sein, dass dadurch einem Subjekt nicht ein ungerechtfertigter Vorteil entsteht.

Außerdem ist in diesem Zusammenhang, gleich wie bei Ausrüstungsgütern gemäß Punkt 3.5, (4. Absatz) der Förderfähigkeitsregeln des Programms, der allgemeine Grundsatz des direkten Projektbezugs zu beachten. Dies bedeutet, dass nur im Falle von Investitionen, die selbst den Projektzweck bzw. "Projektoutput" darstellen, der gesamte Betrag der Ausgaben zuschussfähig ist. Andernfalls ist lediglich eine dem Projektnutzungszeitraum proportionale Anerkennung möglich.
Datum: 27.12.2016
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Sind Reisekosten außerhalb des Programmgebiets förderfähig?
Aktivitäten außerhalb des Programmgebiets können ausnahmsweise förderfähig sein, wenn sie gemäß Artikel 20 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 angefallen sind, also a) Vorteile für das Programmgebiet bringen, b) im Ausmaß insgesamt auf Programmebene unter 20% liegen und c) Verwaltungs- und Kontrollverpflichtungen vom Programm wahrgenommen werden. Zudem müssen solche Aktivitäten ausdrücklich im genehmigten Projektantrag angegeben oder ausdrücklich von der Verwaltungsbehörde genehmigt werden. 
Dies gilt auch für Reise- und Verpflegungskosten am Ort einer Veranstaltung oder einer Maßnahme außerhalb des Programmgebiets. NB: für Begünstigte mit Sitz im Programmgebiet gelten die Kosten der An- und Rückreise an/vom Ort außerhalb des Programmgebiets nicht als „Kosten außerhalb des Programmgebiets“ (siehe auch eigene FAQ).
 
Sollten Reiskosten außerhalb des Programmgebiets anfallen, wird empfohlen, dass sich der betroffene Projektpartner an die für ihn zuständige Regionale Koordinierungsstelle wendet, um eine erste Einschätzung der Zweckmäßigkeit einzuholen. Nach positiver Einschätzung informiert der Projektpartner seinen Lead Partner, der einen schriftlichen Antrag um Genehmigung per Mail an das Gemeinsame Sekretariat (gs-sc@provinz.bz.it) sendet. Die Verwaltungsbehörde wird daraufhin den Partner und den Lead Partner schriftlich über die Entscheidung informieren.
Datum: 6.3.2017
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Wann müssen Vorbereitungskosten bezahlt werden?
Laut „Programmspezifischen Förderfähigkeitsregeln“, Absatz 2.3 sind Vorbereitungskosten förderfähig, die im Zeitraum zwischen der Veröffentlichung des Aufrufs und der Einreichung des Projektantrages getätigt werden.
Aufgrund der kurzen Zeitspanne und der häufig aufwändigen Zahlungsverfahren, kann es schwierig sein, sämtliche Schritte - von der Beauftragung, über die Erbringung der Dienstleistung bis zur Rechnungsstellung und Bezahlung – innerhalb der Frist zur Projekteinreichung abzuwickeln.
Daher gelten – vorbehaltlich der Projektgenehmigung - jene Vorbereitungskosten als zulässig, die im Zeitraum zwischen der Veröffentlichung des Aufrufs und der Einreichung des Projektantrages zumindest durchgeführt (Leistungserbringung) werden. Rechnungsstellung und Zahlung der Leistung können auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Datum: 6.11.2017
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Welche Projektänderungen sind formal zu beantragen und von der Verwaltungsbehörde zu genehmigen?
Laut Art. 5 Abs. 2 des Interreg-Fördervertrags besteht die Möglichkeit, Mittelverschiebungen zwischen Kostenkategorien bis maximal 20% oder bis zu einem Betrag von 10.000 € vorzunehmen. Für solche Mittelverschiebungen ist keine formale Genehmigung durch die VB notwendig. Damit der Abrechnungsprozess effizient ablaufen kann, muss die entsprechende Berichterstattung über coheMON erfolgen, indem die Verschiebungen im System eingegeben werden. Die entsprechenden Ausgaben können anschließend sofort abgerechnet und anerkannt werden. Überschreitungen von mehr als 20% und zugleich über 10.000 € sind ebenfalls über coheMON zu beantragen, müssen hingegen ausdrücklich von der VB, in der Regel unter Einbeziehung der regionalen Koordinierungsstellen (RKs), genehmigt werden (Art. 5 Abs. 3 Interreg-Fördervertrag).
NB: Die Verpflichtung der Genehmigung durch die VB bedeutet nicht, dass die betreffenden „geänderten“ Ausgaben erst nach der formalen Genehmigung des Änderungsantrages getätigt werden dürfen. Auf eigenes Risiko können die geänderten Ausgaben auch vor der formalen Genehmigung getätigt werden. Eine Anerkennung der betroffenen Ausgaben kann jedoch erst nach der formalen Genehmigung durch die VB erfolgen. Falls der Begünstigte aufgrund der inhaltlichen oder betragsmäßigen Natur der beantragten Änderungen Zweifel hat, ob diese von der VB genehmigt werden, empfiehlt es sich, mit der Umsetzung der geänderten Tätigkeiten auf die formale Genehmigung zu warten.

Grundsätzlich bleibt durch derartige Mittelverschiebungen die Verpflichtung zur Umsetzung der im Projektantrag enthaltenen Projektinhalte unberührt (Art. 5 Abs. 3 Interreg-Fördervertrag). 

Die oben beschriebene Vorgehensweise bezüglich Mittelverschiebungen findet ebenso Anwedung bei wesentlichen Änderungen der Projektinhalte, mit oder ohne damit einhergehenden Kostenverschiebungen. Solche „wesentlichen“ Änderungen (ausgenommen sind reine Umsetzungsdetails ohne Auswirkung auf Zielsetzungen oder Ergebnisse) sind ebenfalls über coheMON zu beantragen und können auf eigenes Risiko durchgeführt werden, die betroffenen Ausgaben jedoch erst nach der formalen Genehmigung durch die VB von den Kontrollinstanzen (FLC) anerkannt werden. 

Mittelverschiebungen lediglich zwischen WPs, ohne damit einhergehende Verschiebungen zwischen Kostenkategorien und/oder Änderung wesentlicher Inhalte, müssen im coheMON nicht erfasst werden. Der Abrechnungsprozess wird dadurch nicht behindert. 

Diese Handhabe von Projektänderungen soll im Sinne der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Programmbehörden und Begünstigten einerseits die termingerechte Projektumsetzung unterstützen und verhindern, dass es im Falle von unwesentlichen Änderungen durch das Beantragen/Warten auf eine formale Genehmigung zu Verzögerungen kommt, ohne dadurch andererseits den Programmbehörden bei wesentlichen Projektänderungen, die Möglichkeit des Einspruchs zu nehmen.
Datum: 16.1.2018
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Sind Reise- und Unterbringungskosten von in der Organisationsstruktur des Projektpartners eingebundenen Personen förderfähig?
Reise- und Unterbringungskosten von in der Organisationsstruktur des Projektpartners eingebundenen Personen (wie z.B. Direktor, Bürgermeister, Abteilungsleiter und dergleichen), deren Personalkosten nicht über das Projekt abgerechnet werden, welche aber z.B. an Konferenzen, Veranstaltungen, Sitzungen oder Treffen teilnehmen, sind zulässig, falls ein direkter Projektbezug besteht, sie notwendig und relevant für das Projekt sind sowie die Teilnahme nachgewiesen wird.
Datum: 9.4.2018
[Förderfähigkeit der Ausgaben]
Was versteht man unter „Teilnahme von Dritten“ bei Veranstaltungen mit Catering?
Laut programmspezifischen Förderfähigkeitsregeln (vgl. Punkt 3.4) sind Kosten für das Catering bei Veranstaltungen nur bei Teilnahme von Dritten förderfähig. Mit „Teilnahme von Dritten“ ist dabei die Teilnahme von Personen gemeint, die nicht direkt im Projekt involviert sind. Als „direkt im Projekt involviert“ gelten beispielsweise Projektpartner, assoziierte Partner oder Personen, die über ein Vertragsverhältnis mit dem Projekt verbunden sind.
 
Bei „internen“ Sitzungen zwischen Projektpartnern hingegen können die Ausgaben (Reise- und Unterbringungskosten) der einzelnen Mitarbeiter der Projektpartner in der Kostenkategorie "Reise- und Unterbringungskosten" abgerechnet werden, sofern Reisekosten in Beachtung interner Vorschriften getätigt werden. Reise- und Unterbringungskosten der Mitarbeiter eventueller „Assoziierter Partner“ können im Rahmen des eigenen Budgets der begünstigten Projektpartner geltend gemacht werden (vgl. Punkt 3.3 der Förderfähigkeitsregeln)

Datum: 9.4.2018
[CLLD]
Hat die Zwischenevaluierung der CLLD-Strategie einen Einfluss auf den Förderzeitraum des Schirmprojekt "Kleinprojekte"?
Das Schirmprojekt "Kleinprojekte" läuft über die gesamte Dauer der Förderperiode, wobei in Art. 9 des CLLD-Fördervertrags eine Zwischenevaluierung der Umsetzung der CLLD-Strategie insgesamt zum 30.09.2019 und zum 30.09.2022 verpflichtend vorgesehen ist. Der Förderzeitraum des Schirmprojektes ist durchgehend und wird von diesen Evaluierungen nicht unterbrochen.
Die Kleinprojekte sind somit innerhalb des gesamten Förderzeitraums des Schirmprojektes förderfähig.
Datum: 21.6.2017

Letzte Aktualisierung: 20.11.2015